Fine Art Akt als Kunstform: von der Antike bis heute

Der Akt gehört zu den ältesten Motiven der Kunst. Die Fine-Art-Aktfotografie übernimmt davon vor allem zwei Dinge: den Blick auf den Körper als Form und das gesetzte Licht.
Gold Bodypainting in einer Brückenpose, fotografiert von René Lüdke in Hamburg
Gold Bodypainting in einer Brückenpose. Foto: René Lüdke

Menschen stellen den nackten Körper dar, seit es Kunst gibt. Fine-Art-Aktfotografie steht in dieser Tradition, mit Kamera und Studiolicht statt Meißel und Pinsel. Vieles, was ich in meinem Atelier in Hamburg mache, haben Bildhauer und Maler lange vor der Fotografie erfunden.

Antike und Renaissance

In der griechischen Antike galt der unbekleidete Körper als Ideal. Der Diskuswerfer des Myron und die Venus von Milo zeigen, wie selbstverständlich Nacktheit in der Kunst war. Die Renaissance knüpfte daran an. Michelangelo gestaltete Körper in Marmor und Fresko, Botticelli malte seine Venus, wie sie nackt auf einer Muschel aus dem Meer kommt.

Skulpturale Körperpose als Fine-Art-Akt, fotografiert von René Lüdke in Hamburg
Eine Pose wie eine Skulptur. Foto: René Lüdke

Die Fotografie kommt dazu

Mit der Fotografie kam im 19. Jahrhundert ein neues Werkzeug. Im 20. Jahrhundert machten Fotografen wie Edward Weston und Man Ray den Akt zu einem eigenen Thema der Kunstfotografie. Weston fotografierte Körper als Formen, ähnlich wie seine Bilder von Paprikaschoten. Man Ray spielte mit Schatten und mit der Solarisation, bei der sich Hell und Dunkel teilweise umkehren.

Was einen Fine-Art-Akt ausmacht

Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Aktfoto liegt in der Absicht. Ein Fine-Art-Akt soll eine Stimmung oder eine Form zeigen. Dafür plane ich vorher Konzept, Licht und Pose und retuschiere hinterher, ohne den Körper zu verändern.

Die Hauptrolle spielt das Licht. Wie ich es einsetze und was Caravaggio damit zu tun hat, steht im Artikel Licht in der Aktfotografie.

Liegende Rückenansicht als Fine-Art-Akt mit betonter Linienführung, fotografiert von René Lüdke
Liegender Akt, eine Bildidee, die es in der Malerei seit Jahrhunderten gibt. Foto: René Lüdke

Für wen ein Fine-Art-Aktshooting passt

Für Menschen, die ein Bild von sich möchten, das an der Wand hängen kann. Zu mir kommen Kundinnen und Kunden, allein oder als Paar, mit sehr unterschiedlichen Körpern. Ein bestimmtes Schönheitsideal brauchst du dafür nicht.

Ein Shooting kostet bei mir 490 €, 1.100 € oder 2.200 €, je nach Paket. Enthalten sind Beratung, Shooting, alle Fotos in voller Auflösung und die Fine-Art-Retusche der ausgewählten Bilder.

Retusche ohne Filter

Viele Körperbilder, die wir täglich sehen, sind gefiltert und verformt. Ein Fine-Art-Akt arbeitet mit Licht und Pose. In der Retusche entferne ich Vorübergehendes wie Pickel oder Abdrücke von Kleidung, die Hautstruktur bleibt erhalten.

Schwarzweiß-Akt einer stehenden Figur mit schwarzer Drapierung vor weißem Hintergrund, von René Lüdke
Schwarzweiß mit Drapierung. Foto: René Lüdke

Wie ein Shooting bei mir abläuft, steht Schritt für Schritt auf der Seite Ablauf.

Wenn du dir vorstellen kannst, selbst vor der Kamera zu stehen, schreib mir.

Quellen zur Kurzbiografie: hm-infinity.de (Nacht der Kolibris 2019), DESIGNBOTE (25.11.2015)